Care Revolution | Care Revolution-Netzwerktreffen in Einschlingen. Bericht und Bilder
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Care Revolution-Netzwerktreffen in Einschlingen. Bericht und Bilder

Aktuelles – 22. Oktober 2026

Das Netzwerk Care Revolution führt zweimal jährlich Netzwerktreffen durch. Meistens treffen wir uns einmal online und einmal in Präsenz. Diesmal stand wieder ein Präsenztreffen an, vom 16. bis  18. Oktober in der Tagungsstätte Einschlingen bei Bielefeld. Neben dem monatlichen Koordinationskreis sind diese Treffen die Orte, die dem Zusammenhalt des dezentral aufgestellten Netzwerks dienen. Was in Regionalgruppen, Arbeitsgruppen und Kooperationsorganisationen erarbeitet wird, kann hier ausgetauscht und in praktische Ideen zusammengefügt werden. Es ist einfach auch jedesmal schön, wenn Zeit für schöne und traurige persönliche Erzählungen, Kochtipps und wohltuenden Unfug außerhalb der Diskussionsrunden ist. Der Nachteil der Präsenztreffen ist dann leider, dass wegen Careaufgaben, Jobs und Terminen oder auch aus gesundheitlichen Gründen manchen eine Teilnahme nicht möglich ist.

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Am Freitag begannen wir mit einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde, weil wie bei jedem Netzwerktreffen auch interessierte Gäst*innen dabei waren und auch nicht alle Mitglieder einander bereits kannten. Schnell waren wir in der Diskussion bei der Rechtsverschiebung, die eine existenzielle Bedrohung darstellt. Unmittelbar trifft sie Menschen, deren Lebensumstände, auch hinsichtlich der Sorge und Selbstsorge, besonders häufig prekär sind: Frauen- und Queerfeindlichkeit, Rassismus und die Abwertung von erwerbslosen oder körperlich eingeschränkten Menschen der Rechten drohen in Regierungs- und Behördenhandeln übersetzt zu werden – noch mehr als ohnehin schon. Diese regierungsoffizielle Menschenfeindlichkeit gefährdet jedoch auch progressive Politik und politisch Aktive.

Der Schwerpunkt des Netzwerktreffens lag dann auf den Themen des Samstags. Im Grunde knüpften wir am Vortag an, denn wir besprachen, wie wir als Netzwerk Care Revolution gemeinsam auf zwei Feldern aktiv werden können, auf denen wir uns schon in diesem Jahr bewegt haben und bei denen es um zunehmenden Druck und Möglichkeiten der Gegenwehr geht.

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Am Vormittag diskutierten wir unsere Aktivitäten zu einem feministischen bzw. Care-Streik, der Solidarität mit Tarifstreiks in Care-Branchen und die Thematisierung der unentlohnten Arbeit verbindet. Das begann mit Informationsvermittlung zu den bisherigen Planungen, unsererseits und von weiteren Gruppen und Bündnissen, mit denen es teils schon einen Austausch und gemeinsame Überlegungen gibt, und setzte sich in Arbeitsgruppen zu Aktionen vor Ort, zu unseren Slogans und Themen für einen Streik sowie zur weiteren Zusammenarbeit mit ver.di und weiteren Akteur*innen fort. Neben der Unterstützung der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst (Kommunen) im Frühjahr möchten wir den großen Care-Streiktag in der Schweiz am 14. Juni zum Anlass für einen Aktionstag an den Orten, wo wir vertreten sind, nehmen.

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So näherten wie uns in der Diskussion um feministischen Streik der Care- und Geschlechterdimension des Sozialsystems, in der Diskussion um Sozialproteste den Auswirkungen in den verschiedensten Lebenslagen. Die Schlussfolgerung liegt nahe, auch angesichts unserer begrenzten Kapazität, beide Bereiche des Protests miteinander zu verbinden, so intensiv es geht.

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Der Sonntag schließlich war unseren internen Strukturen gewidmet. Aktualisierte Grundsätze des Netzwerks werdet ihr sicher demnächst auf dieser Seite lesen können. Schön war, dass die eher technischen Themen so schnell und unstrittig abgearbeitet waren, dass wir Zeit hatten, auch an anderen Punkten konkret zu planen. So soll es im nächsten Jahr wieder einmal eine zu care-ökonomischen Themen geben.

Auf in ein Jahr 2027, in dem wir miteinander viel bewegen!

Kontext:
Aufruf von Care Revolution Rhein-Main zum International Day of Care and Support am 29.10. 20. Oktober 2026