Care Revolution | Arbeitsgruppen
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Arbeitsgruppen

„Funktions-Arbeitsgruppen“

Für verschiedene, das gesamte Netzwerk betreffende Aufgaben sollen Arbeitsgruppen eingerichtet werden, die Mitgliedern offen stehen. Diese AGs haben Dienstleistungsfunktion für das Netzwerk, berichten dem Koordinationskreis und nehmen gegebenenfalls Aufträge von dort entgegen. Sie können dauerhaft eingerichtet sein; hier gibt es aktuell nur die Veranstaltungs-AG. Sie können auch auf Zeit eingerichtet sein, bis ihr Zweck erfüllt ist. Ein Beispiel hierfür sind die Arbeitsgruppen zur Organisation der Netzwerktreffen. Auf der Website erscheinen die dauerhaft eingerichteten Funktions-AGs.

Wir freuen uns über Interessent*innen, die z.B. an der Website-Redaktion, am Social Media-Auftritt oder an der Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerks Care Revolution mitarbeiten möchten. Hat sich eine Gruppe zusammengefunden, wird sie auf der Website vorgestellt.

Arbeitsgruppe Veranstaltungen

Diese Arbeitsgruppe im Netzwerk Care Revolution organisiert Veranstaltungen zu care-politisch relevanten Themen. Das Themenspektrum ist breit: Wir greifen auf, was die politische Praxis oder Debatten im Netzwerk oder allgemein unter Care-Aktivist*innen voranbringt. Bislang haben wir in Kooperation mit Solidarisch Sorgen e.V.  folgende Veranstaltungen organisiert:

Wir werden weitere Veranstaltungen planen und durchführen. Dabei übernimmt die Arbeitsgruppe nicht nur die Organisation eigener Veranstaltungen, sondern sie unterstützt auch andere im Netzwerk bei der Organisation und Bewerbung.

Wir freuen uns über Leute, die an der Mitarbeit interessiert sind, und wir freuen uns, wenn Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen im Netzwerk uns bei Unterstützungsbedarf zu ihrer Veranstaltungsidee ansprechen. Ihr erreicht uns unter ag-veranstaltungen@care-revolution.org.

Thematische Arbeitsgruppen

Netzwerkmitglieder können zu Projekten und Themen ihrer Wahl Arbeitsgruppen einrichten. Diese können ebenfalls dauerhaft oder auf Zeit eingerichtet sein. Ob sie diese Arbeitsgruppen für Nicht-Mitglieder öffnen, entscheiden sie selbst. Hier sind die aktuell bestehenden AGs vorgestellt.

Arbeitsgruppe Erwerbsarbeitszeitverkürzung

Unsere AG hat sich auf der Werkstatt des AK Care-Klima in Buchenbach im Herbst 2022 gegründet. Wir möchten das transformatorische Potential einer Arbeitszeitverkürzung und -umverteilung in den sozialpolitischen und gewerkschaftlichen Diskurs bringen. Wir sehen die Verkürzung der Vollzeit-Erwerbsarbeit als ein ganz entscheidendes Element auf dem Weg zu einer notwendigen sozial-ökologischen Transformation an.

Mit diesem Thema wollen wir unterschiedliche gesellschaftliche Kämpfe und verschiedene sozialpolitische Ziele zusammenbringen, die für uns unbedingt gemeinsam angegangen werden müssen:

  • Umverteilung der gesellschaftlichen Care-Tätigkeiten auf alle Geschlechter.

  • Reduktion des Ressourcenverbrauchs durch Senkung der materiellen Produktion.

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit.

  • Eine Angleichung der gesellschaftlichen Löhne, also eine angestrebte Gleichwertigkeit gesellschaftlich notwendiger Arbeiten.

  • Demokratisierung der Arbeits- und Lebenswelten, Zeit für soziale Experimente.

  • ganz allgemein entspanntere, gerechtere und global eher teilbare Lebensweisen.

Als Etappenziel sehen wir die Forderung nach einer EAZV auf 25-30 Stunden/Woche an, bei einem abhängig vom Stundenlohn gestaffeltem Lohnausgleich, also mit Umverteilungskomponente. Wir sind in einem Austauschprozess mit gewerkschaftlichen und sozialpolitischen Akteuren. Aus diesem ist ein gemeinsames Positionspapier hervorgegangen, das demnächst veröffentlicht und dann auch hier verlinkt wird.

Außerdem haben wir eine Broschüre produziert, die unter der unten angegebenen Mail-Adresse kostenlos bestellbar ist und die ihr hier einsehen oder ausdrucken könnt:

Wir treffen uns ohne festen Turnus online und freuen uns über Leute, die mitmachen wollen. Erreichbar sind wir unter:

ag-eazv@care-revolution.org

Einen guten Einstieg ins Thema bietet zudem das Dossier des Konzeptwerks Neue Ökonomie, das internationale Beispiele und Argumente zusammengetragen hat:

https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit/arbeitszeitverkuerzung/

Arbeitsgruppe Zeitsouveränität 

Wir sehen Zeitsouveränität und Zeitwohlstand für alle als einen Bestandteil einer notwendigen sozial-ökologischen Transformation und einer Care Revolution an. Vor diesem Hintergrund und infolge der Debatten über Erwerbsarbeitszeitverkürzung hat sich unsere Arbeitsgruppe gegründet.   

Um Zeitsouveränität und Zeitwohlstand für alle im Rahmen einer sozial-ökologischen Transformation und Care Revolution zu erreichen, muss eine Erwerbsarbeitszeitverkürzung einen emanzipatorischen, solidarischen und transformativen Charakter haben. Das heißt, sie muss allen Menschen ermöglichen, entsprechend ihrer situativen und lebensphasenspezifischen Präferenzen ihre Zeit für Erwerbsarbeit (bezahlte Arbeit), Bildung und Muße, Kunst und Kultur, Demokratiearbeit, Sorgearbeit und andere Eigenarbeiten frei einteilen zu können – natürlich unter Beachtung der mit den jeweiligen Arbeiten verbundenen Anforderungen. Und sie muss befördern, dass alle Menschen in einer intakten Umwelt und gesund leben können. Die Gesundheit der Menschen bzw. die lebensnotwendigen natürlichen Ressourcen dürfen nicht durch schädliche und unnütze Produktion und Konsumtion beeinträchtigt bzw. vernichtet werden. 

Dieser universelle Anspruch bedeutet erstens, nicht nur Lohnarbeitende und formalisierte Lohnarbeit beim Thema Erwerbsarbeitszeitverkürzung in den Blick zu nehmen. Er bedeutet zweitens, unterschiedliche gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Gegebenheiten im globalen Kontext zu berücksichtigen. Daher kritisieren wir  eine lohnarbeitszentrierte und den Globalen Süden ausblendende Debatte über Erwerbsarbeitszeitverkürzung.

Der universelle Anspruch bedeutet auch, dass die materielle Absicherung der Zeitsouveränität und des Zeitwohlstands einer und eines Jeden garantiert sein muss – durch ein Grundeinkommen und frei zugängliche öffentliche Infrastruktur. Jeder Mensch muss gleichermaßen über die notwendigen Ressourcen einer souveränen Lebensgestaltung und für die Teilnahme an demokratischer Gestaltung von Produktion und Konsumtion verfügen.   

Vor diesem Hintergrund werden in unserer Arbeitsgruppe Vorschläge und Möglichkeiten verschiedener Ansätze und Formen von Erwerbszeitverkürzung thematisiert.     

Wir sind in einem Austauschprozess mit politischen und sozial bewegten Akteuren, die zu ähnlichen Themen arbeiten. 

Außerdem haben wir eine Broschüre produziert, die unter der unten angegebenen Mail-Adresse kostenlos bestellbar ist und die ihr hier einsehen oder ausdrucken könnt. 

Wir treffen uns ohne festen Turnus online und freuen uns über Leute, die mitmachen wollen. Erreichbar sind wir unter: ag-zeitsouveraenitaet@care-revolution.org

Planungs- und Koordinationsrunde: Mobilisierung im Netzwerk Care Revolution für einen feministischen/Care-Streik

Ein feministischer Care-Streik 2027? Diese Idee begeistert bereits viele in der feministischen und Care-Bewegung. Verschiedene Gruppen, Netzwerke und Bündnisse, vom feministischen Streik-Bündnis bis zu ver.di-Aktiven, finden sich aktuell zusammen, um etwas auf die Beine zu stellen, das kraftvoll ist, eine gemeinsame Aussage hat und dabei der Vielfalt der Bewegung Rechnung trägt. Die gemeinsame Planung beginnt gerade erst. 

Auch im Netzwerk Care Revolution sind viele von dieser Idee begeistert und wir überlegen, was wir aus unserer Perspektive einbringen. Klar ist dabei: Wir warten nicht bis 2027, sondern beginnen in diesem Frühling. Dabei, so der bisherige Stand, legen wir uns nicht auf einen Tag fest; mit Equal Care Day, 8. März, 1. Mai, Tag der Pflegenden und vielen themenspezifischen und lokalen Anlässen gibt es etliche Möglichkeiten, in die Öffentlichkeit zu gehen. 

Beim Netzwerktreffen im November haben wir uns zum ersten Mal zusammengesetzt; schon da kam die Idee auf, zum Start im Frühling Statuen und Denkmäler care-politisch umzuschmücken, nicht als einzig mögliche Aktionsform, jedoch als eine, die einfach umsetzbar ist und auf die wirklich viele Lust haben. Als Planungsgruppe haben wir uns seitdem mehrmals getroffen und werden uns weiter regelmäßig austauschen. Wir haben ein Arbeitspad eingerichtet, auf dem Ideen, Termine und Protokolle gesammelt sind. Wenn ihr zu den Treffen eingeladen werden wollt, schreibt an koordination@care-revolution.org. Mit euren Ideen seid ihr auf jeden Fall willkommen!

Unser Plan: Wir starten mit unseren Aktionen im Frühling 2026 und enden mit einem großen, gemeinsamen Care-Streik im Frühling 2027. Wie wir beides verbinden und was dazwischen geschehen wird, darauf sind wir selbst gespannt. Es hängt auch davon ab, welche Kraft und Resonanz die ersten Aktionen haben. Es hängt auch von dir ab. Mach mit!