Care Revolution | Frauenhäuser und bezahlbare Wohnungen für von Gewalt betroffene Frauen in Frankfurt!
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Frauenhäuser und bezahlbare Wohnungen für von Gewalt betroffene Frauen in Frankfurt!

Aktuelles – 23. Februar 2026

Den untenstehenden Text, eine Presseerklärung im Kontext des Tags gegen Gewalt gegen Frauen sowie der Kommunalwahlen Mitte März haben wir von der Care Revolution-Regionalgruppe Rhein-Main erhalten. Vielen Dank!

Frankfurt, 22.02.2026

Frauenhäuser und bezahlbare Wohnungen für von Gewalt betroffene Frauen in Frankfurt!

Femizide, häusliche Gewalt, Traumatisierung von Frauen und von ihnen abhängigen Kindern nehmen kein Ende. Ein bedeutender Grund dafür in Frankfurt ist die Wohnungsnot. Und der gravierende Mangel an Frauenhäusern, in denen gefährdete Frauen in einer akuten Situation Schutz finden können.

Besonders Frauen mit Kindern sind in einer sehr schwierigen Lage, denn sich aus einer traumatisierenden Beziehung zu befreien, bedeutet zur Alleinerziehenden zu werden. Und diese Frauen sind die am meisten von Armut Betroffenen. Die child-penalty schlägt besonders erbarmungslos zu: Wie eine bezahlbare Wohnung finden, die auch so angebunden ist an alle für die Bewältigung des Alltags mit Kindern notwendigen Infrastrukturen, dass diese lebensnotwendige Sorgearbeit – die mit niemandem geteilt werden kann - auch noch mit einer Erwerbstätigkeit vereinbar ist?

Damit Frauen sich aus traumatisierenden Beziehungen befreien können, muss die Politik in Frankfurt dafür sorgen, dass sie Zuflucht in einem Frauenhaus finden und dann bald eine eigene Wohnung beziehen können, damit der Platz im Frauenhaus für Frauen in akuten Problemlagen wieder verfügbar ist.

Die Stadt Frankfurt ist Eigentümerin des Hauses in der Wittelsbacher Allee 89. Warum steht dieses Haus schon länger leer und verfällt? Wann wird dieses Gebäude zu einem Frauenhaus gemacht? Und es ist dieses nur eines von verschiedenen leer stehendenden, ja teilweise verfallenden Häusern im Eigentum der Stadt. Dass das Land keine oder unzureichende Mittel für den Bau von Frauenhäusern zur Verfügung stellt, wie die FR am 17.02. berichtete, darf keine Entschuldigung sein.

Am Samstag, den 14.02. war V-Day - Internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Mädchen* und Frauen*. Auch wir von Care Revolution Rhein-Main haben uns daran beteiligt, weil unser zivilgesellschaftliches Engagement auf die Verwirklichung einer Care-zentrierte Gesellschaft ausgerichtet ist. Eine Gesellschaft, in der die Verletzlichkeit jedes Menschen und unsere Angewiesenheit aufeinander anerkannt und somit unser Denken und Handeln bestimmen. (Siehe auch unsere Position)

Es muss Schluss sein mit Gewalt. Zumindest muss alles getan werden um Menschen, und besonders Frauen, davor zu schützen.

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, das von Deutschland am 12. Oktober 2017 ratifiziert wurde, schreibt der Politik vor, Hilfe im Zugang zu Unterbringungsmöglichkeiten (Einrichtung von Frauenhäusern) zu leisten.

Frankfurt muss sich dieser sehr verletzlichen Menschen annehmen und Bedingungen schaffen, die ihnen ermöglichen, ihrer Menschenwürde entsprechend zu leben. Deshalb haben wir uns mit diesen Forderungen an Frau Zapf-Rodriguez, Frauendezernentin, Frau Voitl, Sozialdezernentin und Herrn Dr. Marcus Gwenchenberger, Planungs- und Wohnungsdezernent gewandt. Wir haben darüber hinaus auch die Vorsitzenden der Fraktionen SPD, CDU, Die Grünen, Volt, Die Linke und FDP angeschrieben und sie ebenfalls aufgefordert sich in diesem Sinne einzusetzen.

Care-Manifest für gute Pflege und Betreuung 17. Februar 2026