Thüringen

Eine Veranstaltung mit Gabriele Winker im Juni 2015 in Erfurt bildet den Auftakt der Gründung unserer Gruppe, weil wir uns dort zuerst vorgestellt und potenzielle Mitstreiter*innen adressiert haben. Wir wollen mit unserer Gruppe städteübergreifend in Thüringen auf lokale Reproduktionskrisen hinweisen, die Bedeutung von Care-Work im Kapitalismus problematisieren und gemeinsam über mögliche politische Umgangsformen im Sinne einer Care-Revolution nachdenken.

Unsere Gruppe besteht aus verschiedenen aktiven Leuten, wie Studierenden, linke AktivistInnen, Wissenschaftler*innen, Erwerbslosen, Künstler*innen, Leuten aus dem Bildungsbereich und aus Kommunen. Bislang treffen wir uns ungefähr monatlich meist in einer der größeren Thüringer Städte wie Erfurt, Jena oder Weimar. Weil es unsere Gruppe noch nicht so lange gibt, haben wir uns nicht auf bestimmte Themen spezialisiert, sondern bisher auf eine allgemeine politische Problematisierung der Care-Krise konzentriert und planen dafür momentan eine insgesamt dreitägige Veranstaltungsreihe, die im Mai 2016 in Erfurt stattfinden soll.

In diesem Rahmen werden wir am 20. Mai eine Auftaktveranstaltung mit Referat und anschließender Party, am 21. Mai einen Care-Stadtrundgang und am 28. Mai ein Vernetzungstreffen organisieren um auf die Reproduktionskrise und ihre alltäglichen Auswirkungen aufmerksam zu machen. Insbesondere der Stadtrundgang zielt dabei auf die Sichtbarmachung von Care-Work und ihrer Krisenhaftigkeit im Alltag ab. Bei den Stationen dieses Gruppenspaziergangs mit Demo-Charakter soll es sich um städtische Orte handeln, die das Spektrum der Care-Krise exemplarisch verdeutlichen und auch unsichtbare Arbeit sichtbar machen. Wir wollen dabei sowohl eigene Erfahrungsberichte als auch Stimmen von anderen Beteiligten und Betroffenen austauschen und vorstellen.

Interessent*innen können uns unter folgender Adresse kontaktieren: care-thr@arranca.de

Beiträge und Termine aus Thüringen