Ostermarsch in Heidelberg 2022 „Die Waffen nieder! – Friedenslogik statt Kriegslogik!“

Das Netzwerk Care Revolution Rhein Neckar hat zum Ostermarsch mit aufgerufen.

Der unsägliche Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine löst neben Mitgefühl und Solidarität auch Angst, Verunsicherung, Entsetzen und Sprachlosigkeit aus, genauso auch die Forderungen nach noch mehr Waffenlieferungen und Aufrüstung, wie das an Bedeutung gewinnende nationalistische Heldentum.

Berta von Suttner: Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden. (1905)

Krieg und Gewalt erzeugen Gegengewalt, töten, zerstören, bringen unendliches Leid und Not, Hass, Verrohung und Verzweiflung auf allen Seiten. Menschen verlieren ihr zuhause, sind auf der Flucht……

Krieg ist und darf kein Mittel der Konfliktlösung sein. Die schrecklichen Bilder und Berichte aus der Ukraine sind kaum zu ertragen. Trotzdem: Betroffenheit und Empörung müssen zum Nachdenken und zu einem gemeinsamen Ringen um Lösungsmöglichkeiten, jenseits von Militarisierung, zur Übernahme globaler Verantwortung führen. Nötiger denn je sind politische und mediale Abrüstung. Alle Kräfte und Bemühungen müssen sich auf Deeskalation, Diplomatie und ernsthafte Verhandlungen konzentrieren. Neben Waffenstillstand und der Beendigung des Krieges gilt es, weitere Auswirkungen wie Hunger, Elend, Unruhen, Aufstände und Flucht weltweit zu verhindern.

Gegen Rassismus und für Vielfalt in der Pflege – Veranstaltung in Heidelberg

Care Revolution Rhein Neckar hat im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus das Thema Rassismus in der Pflege aufgegriffen und konnte Sun-Young Yang-Scharf für einen Vortrag mit Austausch für den 25.03. gewinnen.

Am 25.03. fand diese Veranstaltung statt unter dem provokanten Thema: „…aber ich suche doch eine RICHTIGE Krankenschwester!“

Sun Young Yang-Scharf ist gebürtige Südkoreanerin und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Sie war u.a. Leitung einer Station in einem Krankenhaus und leitet aktuell einen Stützpunkt im Bereich ambulante Palliativversorgung /Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst.

Frau Yang-Scharf berichtete eindrücklich vom subtilen und strukturellen Rassismus, der im Gesundheitswesen tagtäglich erlebt wird und erörterte Strategien dagegen. Sie kämpft seit Jahren mit Vorträgen bei Fachveranstaltungen und mit Beiträgen in Fachzeitschriften sowie Fortbildungsveranstaltungen gegen Rassismus und für Vielfalt in der Pflege. Sie ermutigt Kolleg*innen, sich zur Wehr zu setzen und unterstützt Geschäftsleitungen/Vorgesetzte, entsprechende Strukturen zu schaffen.

Weiteres könnt Ihr hier nachlesen.

8. März 2022 – Frauenkampftag in Heidelberg

Ca. 500 Frauen und Männer zogen bei schönsten Wetter lautstark und bunt durch die Innenstadt Heidelbergs. An drei Kundgebungsorten wurde mit mehr als 10 Redebeiträgen von den unterschiedlichsten Initiativen und Gruppen das diesjährige Hauptthema, sichtbare oder unsichtbare Gewalt gegen Frauen, aufgegriffen.

Wir als Care Revolution Rhein Neckar waren mit Banner, einem Redebeitrag und einem Stand „Carepakete packen – Wo cares?“ mit dabei und froh über vielfältiges Interesse und anregende und guten Gespräche.

Hier könnt Ihr den Redebeitrag nachlesen.

Neues Regionalgruppe Rhein-Neckar in Baden-Württemberg gegründet

Ausgangspunkt dieser neuen Care Revolution Gruppe ist die Analyse, dass viele Menschen bei den Anforderungen von Beruf, Haushalt und Familie an ihre Grenzen geraten. Insbesondere für Menschen mit Sorgeverpflichtungen für Kinder und unterstützungsbedürftige Erwachsene kommt es zu enormen zeitlichen und körperlichen Überlastungen und/oder finanziell bedingten Existenzunsicherheiten. Vor allem betrifft dies nach wie vor Frauen.

Vor diesem Hintergrund ist es für die Gruppe nicht überraschend, dass die Auswirkungen der Corona-Krise die Krise im gesamten Care-Bereich verschärft, die im Erziehungs-, Pflege- und Gesundheitsbereich, in Sozialer Arbeit und auch im Familienalltag schon lange vor der Pandemie bekannt gewesen ist.  Das Ausmaß der Krise zeigt sich erst, wenn alle Care-Bereiche, bezahlt und unbezahlt, zusammen gedacht werden.

Vor diesem Hintergrund hat SolidarityCity, die Gewerkschaft ver.di, das Feministische Bündnis Heidelberg und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt in einem 1. Schritt am 18.  Mai 2021 Gabriele Winker zu einer Impulsveranstaltung eingeladen, mit dem Ziel, eine breite Diskussion anzustoßen und ein Netzwerk zu bilden.

In einem zweiten Schritt beschäftigte sich die Gruppe in einer Veranstaltung am 5. Juli 2021 mit der Frage, wer eigentlich unsere Angehörigen pflegt und beschäftigten sich mit der Situation von Pflegenden in Deutschland aus Ost- und Südosteuropa. Sie haben dazu  Renate Zäckel, Geschäftsführerin des Projekts Faire Mobilität Mannheim, zu einem Bericht und Gespräch eingeladen.

Begleitend zu diesen Aktivitäten haben sich die beteiligten Initiativen zu Care Revolution Rhein-Neckar zusammengeschlossen, in der Menschen aus Heidelberg und Mannheim zusammenarbeiten.

Interessierte aus dem Gebiet Rhein-Neckar melden sich bitte hier.