Neuerscheinung: Solidarische Care-Ökonomie. Revolutionäre Realpolitik für Care und Klima

Das neue Buch von Gabriele Winker, „Solidarische Care-Ökonomie. Revolutionäre Realpolitik für Care und Klima“ ist jetzt im Buchhandel erhältlich. Es setzt sich mit den parallelen Krisen sozialer und ökologischer Reproduktion auseinander. Care Revolution wird als eine Transformationsstrategie entwickelt, die Care und Klima in den Blick nimmt und die an den Wünschen und Praxen der vielen Menschen ansetzt, die unter den bestehenden Verhältnissen leiden und Auswege suchen. Ziel der Transformation ist eine Gesellschaft, die von Sorge und Solidarität statt von Konkurrenz und Ausgrenzung geprägt ist. Die Diskussionen und die politischen Aktivitäten im Netzwerk Care Revolution haben in die Aussagen des Buchs Eingang gefunden, und vielleicht kann das Buch wiederum unsere Diskussionen bereichern. weiterlesen

Platz für Sorge in Leipzig – Square for Care in Leipzig

Auch in Leipzig wurde am 08.03.2021 die Kampagne „Platz für Sorge“ gestartet. Im Rahmen der Streikwoche des feministischen Streikbündnis Leipzig wurde dazu der Karl-Heine-Platz im Leipziger Westen in „Für Sorge – Platz“ umbenannt. Care-Utensilien und Fakten zu Care- und emotionaler Arbeit hingen an einer Wäscheleine quer über den Platz, der an einen Spielplatz grenzt. Das „Mili-Tanz“ Kollektiv eröffnete die Kundgebung mit einer mitreißenden Performance, an der im 2. Teil alle Anwesenden teilnehmen konnten. Im 1. Redebeitrag stellte unsere Regionalgruppe Care Revolution die Kampagne Platz Für Sorge und unsere Forderungen vor. Im nächsten Redebeiträge wurde der Zusammenhang von Kapitalismus und Patriarchat, sowie die (Un)-Möglichkeit Care-Arbeit zu bestreiken, thematisiert. DaMigra machten auf den migration pay gap aufmerksam, also die Lohnlücke von 20%  zwischen herkunftsdeutschen Frauen* und Migrant*innen*, der in einer geringen Bezahlung von migrantischen Arbeiter*innen  in der Pflege, im Reinigungsbereich, in der Altenpflege oder im Haushaltsbereich begründet liegt. Bei einem OpenMic berichtete eine Alleinerziehende von ihren alltäglichen Struggles in der Pandemie und eine Pfleger*in forderte bessere psychologische Betreuung und kürzere Arbeitszeiten in der Pflege. Schließlich forderte ein Beitrag von diversif eine stärkere intersektionale Auseinandersetzung der feministischen Bewegung in Leipzig mit Rassismus. Die (Cis-männliche) Supportstruktur des Bündnis versorgte die circa 150 – 200 Kundgebungsteilnehmer*innen nach der Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen. Der Platz blieb noch für einige Tage umbenannt – und wir kommen hoffentlich schon im Juni zu einer weiteren Aktion zurück. weiterlesen

Fünf Platzumbenennungen in „Platz der Sorge“ in Hamburg

Das Hamburger Bündnis zum internationalen 8 März Streik hat am 8. März 2021 fünf dezentrale Kundgebungen in Hamburg veranstaltet. Als ein gemeinsames Element der Kundgebungen wurde jeder der Plätze, an dem die Kundgebungen stattfanden in „Platz der Sorge“ umbenannt. Im Hamburger Bündnis zum internationalen 8 März Streik sind sehr viele unterschiedliche Gruppen und Perspektiven vertreten. Was alle miteinander vereint ist, dass alle Sorgearbeiter*innen sind sowie, dass sie für alle Menschen ein gutes Leben verwirklichen möchten. Deshalb fordert auch Hamburg einen Platz der Sorge und schließt sich der bundesweiten Kampagne Platz für Sorge an. Ab jetzt gibt es in Hamburg fünf Plätze der Sorge darunter der Heidi-Kabel-Platz am Hauptbahnhof, der Gänsemarkt und drei weitere Plätze in zentraler Lage. weiterlesen

Care Revolution Bielefeld unterstützt Kampagne „Platz für Sorge“

In einem Redebeitrag von Care Revolution Bielefeld im Rahmen der Aktionen zum 8. März heißt es: „Um unseren Vorstellungen von einer solidarischen Care Gesellschaft Nachdruck zu verleihen, haben wir uns der bundesweiten Kampagne und dem Freiburger Aufruf „Platz für Sorge“ angeschlossen. Wir möchten mit euch in diesem Wahljahr, im Sommer, in öffentlichen Versammlungen mögliche Forderungen, Ziele und politische Aktionen diskutieren. weiterlesen

Kundgebung auf dem „Platz der Sorge“ in Freiburg

In einer von vielen Sprecher*innen getragenen Kundgebung benannte das Bündnis „Platz für Sorge“ anlässlich des Internationalen Frauenkampftags den zentralen in der Altstadt gelegenen Rathausplatz in „Platz der Sorge“ um. Parallel fanden ähnliche Aktionen in anderen Städten statt. „Platz für Sorge“ ist in Freiburg ein breites Bündnis von 45 Initiativen. Dies ist für die hiesigen Verhältnisse eine große Zahl, die in ihrer Unterschiedlichkeit verschiedene Care-Bereiche und politische Spektren umfasst. Beteiligt daran sind viele feministische und Frauengruppen ebenso wie Care Revolution oder der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit, das Netzwerk solidarisches Gesundheitswesen oder die Initiative Faire Pflege. Auch die drei Gruppierungen, die die Gemeinderatsfraktion „Eine Stadt für Alle“ tragen, die Partei die Linke und die Grüne Jugend sind dabei. Wichtig auch, das Gruppen aus der Solidarität mit Geflüchteten wie Solidarity City und die Aktion Bleiberecht ebenso beteiligt sind wie Fridays for Future oder Extinction Rebellion aus der Klimabewegung. Aber auch Initiativen wie das Netzwerk PflegeBegleitung oder die Außerstationäre Krisenbegleitung sind Teil dieses Bündnisses. So kommen hier Initiativen, die sich bei Sorgeaufgaben gegenseitig unterstützen, mit solchen zusammen, die für bessere Rahmenbedingungen eintreten. weiterlesen

Platz für Sorge – Tübingen: ein riesiger Care-Berg

Wir haben am 7. 3. im Rahmen einer Spaziergangroute in Tübingen, an der verschiedene queerfeministische Gruppen beteiligt waren, eine Station gestaltet: Wir haben den Europaplatz in „Platz für Sorge“ umbenannt und einen Mitmach-Stand aufgebaut, an dem die Passant*innen ihr jeweiliges Care-Thema auf einen vorbereiteten Karton pinseln konnten. Diese „Care-Pakete“ wurden dann zu einem riesigen Berg an Care-Arbeit aufgetürmt. weiterlesen

Radio-Interview von Radio-Dreyeckland zur Kampagne „Platz für Sorge“

In Vorbereitung der Kundgebung auf dem Platz der Sorge hat Sön vom feministische Laradio mit Frauke Linne vom feministischen Streik Freiburg, Susanne Schlatter von den Unabhängigen Frauen Freiburgs und Gabriele Winker von Care Revolution Freiburg diskutiert. Diese Diskussion könnt ihr hier hören. Dies Sendung wurde am Morgen des Internationalen Frauenkampftags ausgestrahlt. weiterlesen

Freiburger Aufruf „Platz für Sorge“
von über 45 Initiativen unterstützt

In Freiburg unterstützen bereits 45 Initiativen den Freiburger Aufruf „Platz für Sorge“. Es gibt regelmäßige Online-Treffen. Dort arbeiten feministische Gruppen zusammen mit Solidarity City und anderen Initiativen, die für das Bleiberecht und humane Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen eintreten. Gleichzeitig sind auch Fridays for Future und Extinction Rebellion beteiligt, da gute Rahmenbedingungen für gelingende Sorgebeziehungen auch Ökosysteme und Stoffkreisläufe erfordern, die nicht vollständig zerstört sind. Aber auch die seit Jahren bereits bestehenden Bündnisse in der Stadt sind aktiv dabei wie die Initiative Faire Pflege, das Netzwerk für ein solidarisches Gesundheitswesen oder das Bündnis für Familie. Auch der Ortsverband von ver.di unterstützt den Aufruf. weiterlesen

Kampagne „Platz für Sorge“ nimmt Fahrt auf

Gerade zu Beginn der Pandemie haben die Positionen von Care Revolution in der Öffentlichkeit an Aufmerksamkeit gewonnen. Jetzt gilt es, unseren Forderungen auch vor Ort Nachdruck zu verleihen. Deswegen hat das Netzwerk Care Revolution im Oktober beschlossen, die Kampagne „Platz für Sorge“ zu initiieren. Sie soll in breiten Bündnissen vor Ort umgesetzt, aber bundesweit zusammengeführt werden. weiterlesen