Platz für Sorge in der Osnabrücker Innenstadt

Im August hat die Kampagne „Platz für Sorge“ in Osnabrück den Adolf-Reichwein-Platz kurzzeitig in den Platz für Sorge umbenannt. Der Adolf-Reichwein-Platz ist einer der wenigen Orte in Osnabrück, in der die Bedürfnisse von Menschen, die Kinder erziehen, beachtet werden. Sorgetätigkeiten werden in der Regel und größtenteils in Gesellschaft und Familie von Frauen wahrgenommen. Diese Sorgearbeit wie Putzen, Erziehen, Kochen und Pflegen sind in aller Regel unsichtbar. Sie finden hinter verschlossenen Türen statt. Am Adolf-Reichwein-Platz herrscht aber zumindest zu einem gewissen Grad „Platz für Sorge“- mitten in der Osnabrücker Innenstadt: Umringt von Cafés und Kneipen, fußläufig zu verschiedenen Geschäften, liegt dort ein Spielplatz. Oft sieht man dort junge Familien, die einfach eine gute Zeit genießen; dort können Mütter einmal die Kinder versorgen, ohne in Wohngebiets-Spielplätzen oder der heimischen Wohnung isoliert zu sein. weiterlesen

Care Ökonomie statt Kapitalismus – Platz für Sorge in Bielefeld

Am 15.8.21 fand auf dem Kesselbrink, einem zentralen Platz in Bielefeld, draußen bei schönem Sonnenwetter eine Veranstaltung mit unterschiedlichen Gesprächstischen statt. Nach einer Begrüßung der Anwesenden durch Care Revolution Bielefeld trafen sich mehrere Arbeitsgruppen.

In der AG „Unbezahlte Arbeit“ wurde nach einer kurzen Vorstellungsrunde vor allem die mangelnde Zeit für sorgende bzw. pflegende Menschen beklagt, die verhindert, sich zu organisieren und gemeinsame Forderungen zu stellen oder bessere Arbeitsbedingungen zu entwickeln. Durch die Doppel- oder Dreifachbelastung von Sorgearbeit leistenden Menschen sind die Kapazitäten dieser Personen einfach ausgeschöpft. weiterlesen

Neues Regionalgruppe Rhein-Neckar in Baden-Württemberg gegründet

Ausgangspunkt dieser neuen Care Revolution Gruppe ist die Analyse, dass viele Menschen bei den Anforderungen von Beruf, Haushalt und Familie an ihre Grenzen geraten. Insbesondere für Menschen mit Sorgeverpflichtungen für Kinder und unterstützungsbedürftige Erwachsene kommt es zu enormen zeitlichen und körperlichen Überlastungen und/oder finanziell bedingten Existenzunsicherheiten. Vor allem betrifft dies nach wie vor Frauen. weiterlesen

Neue Care Revolution Gruppe in Mittelfranken

Care Revolution Mittelfranken ist die erste Care Revolution Gruppe in Bayern!  Deren Gründung geht von den Erlanger Care-Aktivist*innen aus, die bereits am 8. März im Rahmen der Kampagne „Platz für Sorge“ eine gut besuchte Kundgebung organisiert haben und die sich regelmäßig an der bundesweiten Vernetzung zur Kampagne „Platz für Sorge“ beteiligen. Sie wollen in der Zukunft auch Fürther und Nürnberger Engagierte einbeziehen, deswegen der Name Mittelfranken. Hier könnt Ihr die eigene Vorstellung der Gruppe nachlesen. Falls Ihr in Mittelfranken wohnt und Kontakt aufnehmen wollt, findet Ihr hier ihre E-Mail-Adresse. weiterlesen

Wochenmarkt in Osnabrück – ein Platz für Sorge

Am 16. Juli hat die Kampagne „Platz für Sorge“ dem Wochenmarkt am Riedenbach in Osnabrück einen Besuch abgestattet. Wir haben auch an diesem Platz klar gezeigt, dass es mehr Platz für Sorge braucht. Wir haben den Platz symbolisch umbenannt und konnten viele Gespräche führen. Auch waren wir an der nahen Tagesstätte, um Frauen mit Kindern und den Sorgearbeiter*innen unsere Solidarität zu signalisieren und über unsere Aktion aufzuklären. weiterlesen

Systemwechsel im Gesundsheitswesen! Kundgebung in Freiburg am 16.06.21

Am 16. Juni 2021 veranstaltete das Freiburger Netzwerk Solidarisches Gesundheitswesen (https://sol-ges.de) eine Kundgebung mit über 100 Teilnehmer_innen anlässlich der Gesundheitsminister_innen-Konferenz an diesem Tag. Auch Care Revolution Freiburg, ohnehin am Gesundheitsnetzwerk beteiligt, und ver.di beteiligten sich an der Aktion. In mehreren Redebeiträgen wurde protestiert gegen ein Gesundheitssystem, das auf die Erzielung von Profiten ausgerichtet ist, gegen immer schlechtere Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung in der Pflege und anderen Berufsgruppen, die eine gute Behandlung der Kranken und Pflegebedürftigen unmöglich machen. Ein Systemwechsel im Gesundheitssystem wurde gefordert, um das Gesundheitswesen nicht mehr am Ziel der Profite auszurichten, sondern an den Bedürfnissen der Kranken und an guten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. weiterlesen

Sorgearbeit fair teilen – oder Sorgekrise überwinden?

Beitrag in der Reihe Perspektiven von Elfriede Harth (Care Revolution Rhein-Main)

(Gespiegelt aus dem Blog ‚beziehungsweise – weiterdenken‘: https://www.bzw-weiterdenken.de/impressum/ )

Illustration: Elfriede Harth

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Jugend und Frauen haben 14 Verbände während der ersten Welle der Corona-Pandemie ein Bündnis gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat, „die Sorgelücke zwischen Frauen und Männern zu schließen“. Träger ist der Deutsche Frauenrat. weiterlesen

Klatschen reicht nicht – Care Revolution am Tag der Pflegenden in Leipzig

Am Tag der Pflegenden war die Regionalgruppe Care Revolution Leipzig in der Stadt unterwegs, um ein solidarisches Gesundheitssystem zu fordern.

Zunächst haben wir gemeinsam mit anderen Gruppen (kritmeds leipzig, Feministisches Streikbündnis, Poliklinik Leipzig, SDS Leipzig und Prisma Leipzig) einen Soli-Stand vor der Uniklinik Leipzig veranstaltet. weiterlesen

Walk of Care am 12. Mai in Berlin

Aufgrund der Pandemie fanden in Berlin am diesjährigen 12. Mai, dem internationalen „Tag der Pflege“, an mehreren Orten dezentrale Aktionen statt, die von einem Demonstrationszug des „Walk of Care“  miteinander verbunden wurden, welcher sich via Live-Stream übertragen mitsamt einiger Krankenhausbetten durch Berlin-Mitte schob. Eine dieser Aktionen war ein von ver.di veranstalteter Protest vor dem Roten Rathaus, an dem wir lautstark mit einigen Mitgliedern des Berliner „Platz für Sorge“-Bündnisses teilnahmen und uns so mit der Berliner Krankenhausbewegung solidarisierten und vernetzten. weiterlesen

Platz für Sorge vor Pflegeheim in Osnabrück

Jährlich am 12. Mai findet international der Tag der Pflege statt.

Auch für uns den Frauenstreik Osnabrück/ Platz für Sorge Osnabrück war dies ein Anlass, wieder mal auf die Missstände im Care-Bereich aufmerksam zu machen.

Wir trafen uns um 12:30 am Ledenhof, dort ist ein Pflegeheim für ältere Personen. Wunderschön im Stadtzentrum gelegen, ist diese Einrichtung auch akut bedroht. Anstatt älteren Menschen mit Pflegebedarf ein zu Hause zu bieten, soll dort Wohnraum für Personengruppen, die zwar alt sind, aber noch selbstständig leben können, entstehen. Die Menschen mit einem Pflegebedarf, der eine stationäre Betreuung erfordert, sollen in eine neue Einrichtung in Voxtrup umziehen. weiterlesen