Auch Aktivist*innen in Jena nehmen sich einen Platz für Sorge

Vom Frauen*Streik Jena wurde am 8. März, zum internationalen Frauenstreik-Tag, zu insgesamt vier dezentralen Kundgebungen aufgerufen. Alle Kundgebungen fanden an verschiedenen Orten in Jena-Göschwitz und in Jena-Lobeda statt. Am Morgen gab es einen Stand des Frauen*Streikbündnisses angeschlossen an die Tarifrunde der IG Metall. Die zweite Kundgebung war eine stille Kundgebung des Bündnisses am Uniklinikum. Von dort aus zogen die Streikenden zu Fuß in Richtung Salvador-Allende-Platz, dabei hatten sie eine lange Wäscheleine, die Gegenstände und Anliegen der Krankenhausmitarbeitenden transportierte. Dort gab es eine Kundgebung mit Redebeiträgen, Infoständen und einer Tanz-Performance. weiterlesen

Am 8. März startete „Platz für Sorge“ auch in Erlangen

Am internationalen feministischen Kampftag haben wir als Gruppe 8. März Erlangen am zentralen Schlossplatz eine Kundgebung zum Thema „Platz für Sorge“ veranstaltet. Um die 300 Personen haben an der Kundgebung teilgenommen. Beteiligt haben sich verschiedene Erlanger Aktivist*innen und brachten durch ihre Redebeiträge ihre spezifischen Perspektiven auf das Thema bezahlte und unbezahlte Sorge- und Pflegearbeit ein. weiterlesen

Kampagne „Platz für Sorge“ auch in Frankfurt am Main

Auch in Frankfurt am Main haben wir uns mit dem feministischen Streikkollektiv an der Kampagne „Platz für Sorge“ beteiligt. Es gab mehrere kämpferische Mittagspausen in Care-Betrieben in der Woche vor dem 8. März vor dem Uniklinikum, dem Jugend- und Sozialamt und der Kita eines freien Trägers. Die Forderungen der Beschäftigten, die wir bei den Mittagspausen gesammelt haben wurden dann bei einer kreative Platzbesetzung zusammen mit Audiocollage zu unbezahlter Arbeit in Frankfurt am Main am 8. März auf der Hauptwache zentral in der Innenstadt präsentiert. Die Audiocollage kann hier nachgehört werden weiterlesen

Care Revolution in Recklinghausen gegen Caritas-Entscheidung

Mitglieder*innen von Care Revolution Dortmund haben am 25.03.21 an der Demo in Recklinghausen gegen die Entscheidung des Dienstgebers der Caritas teilgenommen, dem Flächentarifvertrag Pflege nicht zuzustimmen. Initiiert vom Pflegebündnis Recklinghausen zusammen mit ver.di haben ein Dutzend Teilnehmer*innen sich auf dem Vorplatz der Paulus Kirche getroffen und auf Kreuzgang-Teilnehmer*innen gewartet, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Als Aktion wurden 4 Thesen an den Schaukasten der Paulus Kirche geheftet. Im Anschluss ging der kleine Demozug zur Geschäftsstelle der Caritas, an der ebenfalls die 4 Thesen angebracht wurden. Die Kundgebung endete mit zwei Abschlussreden. weiterlesen

„Wir nehmen uns den Platz für Sorge!“ auch in Köln

Das Motto „Wir nehmen uns den Platz für Sorge!“ war auch in Köln am 8. März 2021, dem internationalen feministischen Kampftag, zentral. Im Rahmen des 8M Bündnisses Köln haben das Kölner Bündnis für mehr Personal im Gesundheitswesen, K2 interventionistische Linke, die Kritische Medizin Köln, der Antifa AK, die Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF) und der Migrantinnenverein Köln sichtbar gemacht, was immer noch unsichtbar ist: dass bezahlte und unbezahlte Sorgearbeit weiter entwertet und vor allem von Frauen, Lesben, inter, nicht-binären und trans-Personen, und besonders solchen die von Armut und Rassismus betroffen sind, gemacht wird – ob im Privaten oder schlecht entlohnt und unter miesen Bedingungen im Job. weiterlesen

Protest vor Paderborner Dom wegen Sabotage besserer Löhne in der Altenpflege durch Caritas

Care Revolution Bielefeld war am Sonntag, den 21.03.21, am Paderborner Dom. Die Care Revolutionär*innen haben die Gelegenheit genutzt, da der Bischof die Messe gehalten hat. Vor dem Dom haben sie mit Flyer und Transpis gegen die Entscheidung der Caritas, sich dem Flächentarifvertrag in der Altenpflege zu entziehen, protestiert. Bei den Kirchgänger*innen traf diese Aktion auf mehrheitliche Zustimmung. Leider wurde die spontane Kundgebung danach mit massiver Polizeigewalt beendet. weiterlesen

Berliner Kundgebung auch als Auftakt zum „Platz für Sorge“

Foto: Phillippe Pernot

Die Berliner Care Revolution Gruppe hat kurz vor dem 8.3. den Aufruf zum Platz für Sorge überarbeitet und den Streiktag als Auftakt zur Suche nach Partner*innen für ein breites Bündnis genutzt. Dazu soll es im April ein Treffen geben.

Die Kundgebung unter dem Motto „Wir kriegen die Krise“ am Invalidenpark, die am 8. März um 11 Uhr (vor der Demo, die es in Berlin auch gab) stattfand, wurde von verschiedener Initiativen aus dem Bereich Gesundheit, Erziehung, sexuelle Selbstbestimmung und feministischen Gruppen organisiert: Walk of Care, dem Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite, dem feministischen Streik Berlin, dem Frauen*streikkomitee Wedding, Brot & Rosen, Feminist* Dialogues, Ciocia Basia, dem  Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, PIA Berlin und dem Geburtshaus Maja. weiterlesen

Neuerscheinung: Solidarische Care-Ökonomie. Revolutionäre Realpolitik für Care und Klima

Das neue Buch von Gabriele Winker, „Solidarische Care-Ökonomie. Revolutionäre Realpolitik für Care und Klima“ ist jetzt im Buchhandel erhältlich. Es setzt sich mit den parallelen Krisen sozialer und ökologischer Reproduktion auseinander. Care Revolution wird als eine Transformationsstrategie entwickelt, die Care und Klima in den Blick nimmt und die an den Wünschen und Praxen der vielen Menschen ansetzt, die unter den bestehenden Verhältnissen leiden und Auswege suchen. Ziel der Transformation ist eine Gesellschaft, die von Sorge und Solidarität statt von Konkurrenz und Ausgrenzung geprägt ist. Die Diskussionen und die politischen Aktivitäten im Netzwerk Care Revolution haben in die Aussagen des Buchs Eingang gefunden, und vielleicht kann das Buch wiederum unsere Diskussionen bereichern. weiterlesen

Platz für Sorge in Leipzig – Square for Care in Leipzig

Auch in Leipzig wurde am 08.03.2021 die Kampagne „Platz für Sorge“ gestartet. Hier findet ihr einen Eindruck vom Tag als Video.

Im Rahmen der Streikwoche des feministischen Streikbündnis Leipzig wurde dazu der Karl-Heine-Platz im Leipziger Westen in „Für Sorge – Platz“ umbenannt. Care-Utensilien und Fakten zu Care- und emotionaler Arbeit hingen an einer Wäscheleine quer über den Platz, der an einen Spielplatz grenzt. Das „Mili-Tanz“ Kollektiv eröffnete die Kundgebung mit einer mitreißenden Performance, an der im 2. Teil alle Anwesenden teilnehmen konnten. Im 1. Redebeitrag stellte unsere Regionalgruppe Care Revolution die Kampagne Platz Für Sorge und unsere Forderungen vor. Im nächsten Redebeiträge wurde der Zusammenhang von Kapitalismus und Patriarchat, sowie die (Un)-Möglichkeit Care-Arbeit zu bestreiken, thematisiert. DaMigra machten auf den migration pay gap aufmerksam, also die Lohnlücke von 20%  zwischen herkunftsdeutschen Frauen* und Migrant*innen*, der in einer geringen Bezahlung von migrantischen Arbeiter*innen  in der Pflege, im Reinigungsbereich, in der Altenpflege oder im Haushaltsbereich begründet liegt. Bei einem OpenMic berichtete eine Alleinerziehende von ihren alltäglichen Struggles in der Pandemie und eine Pfleger*in forderte bessere psychologische Betreuung und kürzere Arbeitszeiten in der Pflege. Schließlich forderte ein Beitrag von diversif eine stärkere intersektionale Auseinandersetzung der feministischen Bewegung in Leipzig mit Rassismus. Die (Cis-männliche) Supportstruktur des Bündnis versorgte die circa 150 – 200 Kundgebungsteilnehmer*innen nach der Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen. Der Platz blieb noch für einige Tage umbenannt – und wir kommen hoffentlich schon im Juni zu einer weiteren Aktion zurück. weiterlesen